Inspiration 002

Ein zweite Quelle für meine Inspirationen beginne ich mit dem zitieren aus dem Buch, das ich am Ende vorstelle. 😉 Die meisten werden die Situation in irgendeiner Form kennen bzw. erlebt haben.

Zwei große universale Lügen über die Liebe:

– Ich muss Leute für mich gewinnen, damit sie mich mögen. (Auch bekannt als: ich kann deine Liebe und Anerkennung manipulieren.)

– „Wenn du mich liebst, wirst du tun, was ich will.“ Das scheint vernünftig – so vernünftig, dass wir darauf eine ganze Zivilisation aufgebaut haben.

Wie kann das denn falsch sein?

Stelle dir beim Lesen die Person vor, von der du denkst, sie liebt dich nicht oder tut nicht das, was du willst – und schau dir an, wohin das führt.

Wenn du mich liebst, wirst du tun, was ich will! Ist das war? Es scheint so zu sein.

Kann ich absolut sicher wissen, dass es wahr ist? Wie sieht die Realität aus?

Nein, ich kann nicht absolut sicher wissen, dass es stimmt. In Wirklichkeit tust du manchmal nicht das, was ich will.

Wie reagiere ich, wenn ich den Gedanken glaube: „wenn du mich liebst, wirst du tun, was ich will“?

Ich bewerte alles, was du für mich tust, und alles, was ich für dich tue, nach seinen jeweiligen Gegenwert. Ich führe in unserer Beziehung eine Punkteliste, um genau messen zu können, wie viel Liebe du mir gibst. Ich liste meine Forderungen auf, die ich dir gekränkt vorhalte und dabei sage oder impliziere, dass ich dich nur dann lieben werde, wenn du diese Liste abarbeitest. Dann mache ich eine weitere Liste, auf der alles steht, was du tun würdest, wenn du mich wirklich lieben würdest. Die halte ich dir zornig vor oder benutze sie innerlich als Beweis dafür, dass du mich nicht liebst oder zu schätzen weißt. Ich ziehe mich von dir zurück und benutze deine Regelverstöße oder dein Versagen als Vorwand für die Distanzierung, die ich herbeiführe. Ich verweigere Sex. Ich gebe dir nicht, was ich dir insgeheim eigentlich geben möchte; ich habe deswegen eine Menge Scham- und Schuldgefühle, und dann hasse ich mich selbst und beginne viel zu essen, zu rauchen und trinken, und ich rechtfertige mein Handeln damit, dass ich dich beschuldige, so unfair zu sein. Ich werde wütend auf dich, wenn ich mich einsam oder leer fühle, und ich denke, wenn du nur getan hättest, was ich wollte, dann müsste ich mich nicht so fühlen. Am Ende denke ich gewöhnlich, dass du mich nicht liebst.

Wer wäre ich, wenn ich nicht den Gedanken glauben würde: „wenn du mich liebst, wirst du tun, was ich will“? Was wäre, wenn dieser Gedanke wie Luft aus meinem Kopf verschwinden würde?

Ich würde dich ansehen, ohne eine Punkteliste zu führen. Ich würde mir keine Sorgen darüber machen, ob irgendetwas das du getan hast, bedeutet das du mich liebst oder nicht. Es würde mich nicht stören, wenn du nicht tun würdest, was ich will. Ich würde verstehen, warum du es nicht getan hast und warum das für dich in diesem Moment richtig war. Und falls ich es nicht verstehen könnte, würde ich dich fragen. Ich würde es nicht persönlich nehmen. Ich würde gelassen und glücklich bleiben. Wenn ich das, was für mich hättest tun sollen, selber tun könnte, würde ich es einfach tun. Ohne den Gedanken „Wenn du mich lieben würdest, dann würdest du tun, was ich will“ würde ich mich wieder mir selbst zuwenden. Ich würde wahrnehmen, dass ich dich liebe, und dann mit meinen eigenen Aktivitäten fortfahren. Es wäre so, als gäbe es dich nicht in meinem Leben, außer als jemanden, den ich liebe und der mir wichtig ist. Ich wäre ein sehr viel ruhiger und glücklicher Mensch ich wäre dankbar dafür, dass es dich gibt. Ich könnte mich selbst besser leiden.

So ist das mit den vielen: hätte, täte, würde. Der Text bzw. Wortlaut ist in etwa dem Buch von Byron Katie Seiten 109 – 112 entnommen. Ich habe ihn für das einfachere Lesen leicht geändert. Seit einigen Jahren nutze ich die Gedankengänge von “The Work”. Ich komme mir damit einfacher auf die eigene Schliche.

Inspiration 001

Buch mit dem Titel 17 Lehrer und 17 Weisheiten

Vor über 35 Jahren arbeitete ich für Gerhard. Wir lernten uns dabei ein wenig kennen. Er war ein Arzt und praktizierte am Land. Zudem war er Psychologe. Es war eine spannende Kombination. Ich in den Anfängen mit meiner Kunst. Wir richteten Teile seiner Praxis ein. Vor einiger Zeit hielt ich sein Buch wieder einmal in den Händen. In der vergangenen Lebenszeit “entwickelte ich mich weiter”. Auswickeln, häuten – Schalen abwerfen. Der Gedanke immer wieder von meinen erhaltenen Impulsen, Inspirationen bzw. Lehrern zu berichten entstand. Möglicherweise hilft es anderen ebenso. Jeder darf und muss seinen Weg gehen. Manchmal ist der Weg steinig und beschwerlich. Nass und glitschig. Wie auch immer. Ich – Du. Wir haben ihn begangen und folgen ihm.

Sein Buch hatte den Titel ::  17 Lehrer / 17 Weisheiten

Ich folge gern der Weisheit mit Nr. 14 im Buch: Stelle Fragen!

(Die erkannte Folge daraus für mich: Die Antworten sind meist schon alle vorhanden, meist habe ich nicht die richtigen Fragen parat.)

Mir kam jetzt die Idee Beiträge mit der Überschrift Inspiration zu verfassen und ich nummeriere diese einfach durch. Dies ist Beitrag 001, mal sehen ob ich bei 999 ankomme! 😉