Eyetracking durch künstliche Intelligenz

Die Tage bei WordPress

Um diesen Beitrag zu erstellen, nutze ich im Internet das Format „Blog“. Meine Seiten werden mit dem Programm WordPress erstellt. Dieses System gibt es seit vielen Jahren.

Ich begann mit dem der ersten Version 1.8 und heute gibt es die Version 5.8 Das ist die Entwicklungsgeschichte seit dem Jahr 2003. Damals erschien es mir sehr aufwendig und ich verstand von der Materie sehr wenig. Im Lauf der Jahr bekam ich ein besseres Verständnis. Es ist ein OpenSourceProjekt und somit für jeden Menschen mit technischem Interesse frei zugänglich und aus dem Netz als download verfügbar.

Die Community

In vielen größeren Städten in Deutschland gibt es eine Community, die sich mit dem Thema WordPress beschäftigt. Meist finden diese Treffen 1x Monat in einem von freundlichen Unterstützern zur Verfügung gestelltem Raum statt. Ein Klasse Idee. WLAN und Bildschirm für mögliche Präsentationen um Projekte und Ideen zu zeigen und diskutieren. Für mich als Nutzer ein Ort der Inspiration. Menschen mit verschiedenen Interessen besprechen ihre diversen Projekte.

Bäume im Wald

Ab und an im Wald

Einen Teil meiner Lebenszeit verlebe ich im Wald. Ein ruhiger Platz inmitten von Bäumen. Eichhörnchen huschen umher. Spechte hämmern an den Bäumen. Wenn man den Wald sich seinem Tun hingeben lässt, wächst er vor sich hin. Freie und wilde Tiere verbreiten Samen von Pflanzen und für mich ist oft ein erstaunlicher Wuchs entstanden. Ich habe mittendrin einen Apfelbaum entdeckt. Die Äpfel von dort sind köstlich, schöne süße mit angenehmer Säure.

Ein Kopf einer Katze mit grünen Augen

Meeting

Beim letzten Treffen diese Tage von WordPress kam ein junger Mann vorbei und versprach einen Vortrag über Eyetracking mit künstlicher Intelligenz zu halten. Was hat das mit meinen Seiten zu tun? Es wurde ein toller und spannender Abend. Ich hatte viele Fragen und bekam ebenso viele Antworten. Am Schluß blieben mir insgesamt mehr Fragen über. Zuerst bringt man einer Maschine, in dem Fall einem Computer Wissen bei. Beispielsweise werden tausende Bilder von Katzen und Hunden eingelesen und mit dem Titel Hund bzw. Katze versehen. Der PC gleicht ab und erkennt dann über die Muster das Tier. Erster Teil des Lernens.

Heatmap

In vielen weiteren Schritten sitzt ein Mensch vor einem Bildschirm und betrachtet den Inhalt der Anzeige. Auf seiner anderen Seite ist ein Irisscanner der in Bruchteilen von Sekunden bemerkt wohin das Auge zuerst gesehen hat. Diese Blickfolge wird als Track aufgezeichnet. Das wiederholt man mit einer großen weiteren Reihe von Menschen und legt diese Tracks übereinander. Es ergibt sich daraus eine Spur von Blicken. Die entstandenen Punkte ergeben ebenso eine Dichte. Je enger beieinander desto mehr färbt man sie in der Farbe rot ein, je weiter in Blau. Weitere Farben sind gelb und grün. In der Computersprache wird es als Heatmap bezeichnet.

eine Heatmap

Man analysiert etwa einhunderttausend Seiten mit diesem Verfahren. Es lassen sich somit Muster erkennen, wohin des Menschen Auge am liebsten, am schnellsten, am ehesten gelenkt wird. Das ganze gibt man dann als brodelnden Zahlenmix in einen superschnellen Rechner und man hat eine künstliche Intelligenz. So weit einfach und klar erklärt. Aha! Dieses somit erstellte Programm kann jetzt Seiten am Bildschirm „betrachten“ und „auslesen“. Durch das Wissen von den etwas 100.000 Seiten färbt das Programm die Seite farbig ein und es lässt sich eine mit großer Wahrscheinlichkeit erstellte Vorhersage treffen, wie diese Seite betrachtet werden wird. Die Programmierer dieser App sprechen momentan von ca. 92 Prozent. (Quelle und Bild aus dem Vortrag von www.clueify.com)

ein grünes Auge

Nacht und der Wald

Am Abend war ich dann wieder zurück in meinem Wald. Mein persönliches Eyetracking scannte den Himmel mit seiner Sternenvielfalt und dem diese Nacht hell leuchtendem Mond. Er war rund und voll sichtbar – meine Analye signalisierte mir: Vollmond! Es erfolgte umgehend der Befehl an meinen Körper zu unruhigem Schlaf. Am nächsten Morgen betrachtete ich den dicht bewachsenen Wald. Zwei Eichhörnchen turnten in den Bäumen. Diesmal ohne Nüsse in den Pfoten. Der Specht hämmerte unsichtbar für mich ein paar Meter weiter. Es galt für mich Entscheidungen zu treffen und einige Gewächse aus dem Wald zu nehmen.

To do List

Welche Werkzeuge sind erforderlich? Kettensäge, Astschere, Hochentaster, Seile? Die Arbeitsliste entstand beim „abscannen“ der Waldfläche und somit welche Fläche meiner Aufmerksamkeit bedarf. Ich treffe ein subjektives Bild meiner Wahl über Leben und Tod mancher Waldbewohner. Der Erfolg ist erst langfristig sicht- und bemerkbar. Ich weiß nicht, was meine perönlich erstellte imaginäre Heatmap für Folgen hat. Das wird sich in ein paar Jahren heraus stellen.

Ein farbiges Gesicht mit farbigen Fingern

Überraschung

Für mich war an diesem Abend noch spannend, dass diese Technik ebenso bei Krebsoperationen eingesetzt wird. Das Programm läuft bei den Sondierungen mit und kann Tumore erkennen. Irgendwie ähnlich meiner Waldmethode. Einschnitte für gesundes Wachstum vornehmen.


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Die Bilder sind mit freier Linzenz von PIXABAY zur Verfügung gestellt.

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