irgendwas mit Käse

Ein Stück Kuchen auf dem Backblech

Die Tage kam die Nachbarin vorbei.

Dickes Grinsen bei ihr im Gesicht. “Willste mal meinen frisch gebackenen Käsekuchen probieren? Komm doch mal rüber!” – lautete ihre Anfrage.

Mit meinem eigenen Grinsen war es leider vorbei. Käsekuchen! Och ne. So was kann ich eigentlich gar nicht leiden. Seit meiner Kindheit wurde ich von Muttern mit diesem Gebäck drangsaliert. Brr. Und immer wieder dieser saure Geschmack danach. Nein danke. Keinen Bock auf so was.

Allerdings sich mit der Nachbarin verscherzen ist auch kein guter Plan. Also gut – ich geh mal rüber. Die Sonne scheint. Der Kaffee dort ist gut. Und eine klitze-kleine Schnitte wird mich auch nicht umbringen. Okay. Ich mach´ mich auf den Weg.

Überraschung!

Der Tisch ist gerichtet. Kaffee parat. Und in der Küche das runde Blech mit dem “Käsekuchen”. Ich order ein Stück in der Stärke von 5 Millimetern und der Länge 15 Zentimeter. Nicht gleich übertreiben! Und es passiert. Ein Wunder in mir! Ich bin begeistert. Wow. War mir ein Gedicht. Köstlich! Also gut. Ich will das Erlebnis hier mitteilen. Schlichtes Rezept und einfach gemacht. Und ich habe gegrinst. Es ist Pudding im Rezept. Und die Nachbarin kann eigentlich keinen Pudding leiden. Kindheitstrauma. Fein. Im Garten saßen in der Sonne zwei begeisterte Rahmkuchen-Esser.

Rezept

Für den Teig braucht man:

  • 200 gr Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 80gr Butter
  • 80 gr Zucker

Für die Füllung nimmt man:

  • 4 Eier
  • 120 gr Zucker
  • 300 gr Schlagsahne
  • 300 gr Schmand
  • 225 gr Naturjoghurt
  • 1 Päckchen Puddingpulver / Vanille
  • 1 Prise Salz

2 EL Zucker – Zimt Mischung

Arbeitsschritte

Aus den Teigzutaten deinen Mürbeteig herstellen und eine 28cm Springform damit ausformen. Auf den Boden der Form legt man geschickterweise Backpapier, welches man zwischen Ring und Boden einspannt.

Für die Füllung die Eier mit dem Zucker gut verrühren und nicht schaumig schlagen. Anschließend rührst du Sahne, Schmand und Joghurt unter. Zum Schluss Salz und Puddingpulver einrühren. Die Masse in die vorbereitete Springform gießen und bei 175°C Umluft ca. 45 Minuten goldgelb backen. Wenn die Oberfläche etwas dunkel wird, einfach mit Alufolie abdecken und 5 Minten länger backen.

So kannst du es machen, wenn du einen Elektroherd in deinem Umfeld hast.

Ergänzend

Ich war anfänglich verwundert. Die Füllung ist sehr flüssig und festigt sich beim Backen. Ich habe den Kuchen bei mir im Waldhaus mit einem Gasofen gebacken. Das bedeutet für dich letztendlich längere Backzeit und Geduld. Bei mir war der Kucken knapp 100 Minuten im Ofenrohr und die Hitze war ca. Stufe drei. Das ist bei jedem logischerweise etwas anders. Auf jeden Fall nicht zu hoch mit der Temperatur. Sonst wird es der berühmte Waldhausschwarzkucken. Und den mögen nicht mal die Eichhörnchen!

Den Kuchen noch heiß mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen und auskühlen lassen.

Und ja :: die ganze Nummer ist ohne Quark! Wie erfreulich für mich 🙂

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3 Gedanken zu „irgendwas mit Käse“

    • Also wir – sozusagen “ihr” , also doch wir, haben beide ein Kindheitstrauma mit dieser Art von Kuchen. Die Erinnerung. Oh weh! Das wollten wir auch mal noch vor unserem Ableben “bearbeiten”. Und so kam es zu diesem Titel. Und so können wir besonders also ich, nun auch mit falsch genannten Käsekuchen gut weiter leben. Weil hätten wir es Sahne-Kuchen genannt, würden möglicherweise es einige nicht wegen der Kalorien lesen.

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