Betrachtungen im Cafe

Ich bin seit einiger Zeit, wahrscheinlich zwei drei Jahre, nicht mehr in dieser Stadt gewesen. Es ist sonnig draußen, sehr frisch und ich würde nicht im Freien sitzen wollen. Mein Gefühl aus der Vergangenheit passt nicht mehr in die Gegenwart. Ich hatte eine Leichtigkeit in mir. Damals. Früher. Beim Gang über die Mainbrücke habe ich festgestellt, alt geworden zu sein. Viele junge Menschen um die 20 Jahre. Mein innerliches Gefühl ist immer noch so, mein Wissen und meine Erfahrung ist gewachsen. Ich fühle mich dort nicht mehr wohl, unpassend. Ist mir gerade zu laut, zu voll.

Ich sitze inzwischen in einem Cafe in der Innenstadt. Gesprächsfetzen über Zukunft dringen an mein Ohr. Planung für Erfolg und Karriere. Menschen am Nachbartisch stehen einfach auf, gehen und hinterlassen keinen Gruß. Ist mir fremd geworden. Ich lebe lieber in meinem Garten. Sitze dort in der Sonne und höre die Vögel und das Gesumme der Insekten. Ich bin in die Stadt gegangen, weil ich dachte ein wenig entspannen zu können. Es strengt mich mehr an und ich darf üben in meiner Mitte zu bleiben. In einer Stunde habe ich einen Termin für eine Arbeit. Es geht um einen Publicity-Auftrag. Ich glaube, es lässt mich im Moment ohne Regung. Danach ist ein WordPressMeeting. Finde ich eigentlich gefärbte Haare gut? Ich weiß es nicht. Bei älteren Menschen peppt es auf und bringt ein wenig Farbe in ihr graues Sein. Bei jüngeren mißfällt es mir.

Puh – mein Gefühl der Jugend ist etwa 37 Jahre alt. Doppelt so alt, wie die meisten Sitzenden an den anderen Tischen. Bin nicht mehr in dem Fluss der Zeit. Die Stadt mit den Eindrücken und Impulsen lenkt mich ab.

Marc Aurel

Die Tage, ich glaube es war etwa um 151 n. Chr, irgendwo um Rom herum, sagte mir der Herr Marc Aurel, dass das Glück meines Lebens von der Beschaffenheit meiner Gedanke abhängt! Ich war noch jünger und brauchte noch eine Weile für den Sinn und den Zusammenhang mit meiner Person.

Inspiration 001

Buch mit dem Titel 17 Lehrer und 17 Weisheiten

Vor über 35 Jahren arbeitete ich für Gerhard. Wir lernten uns dabei ein wenig kennen. Er war ein Arzt und praktizierte am Land. Zudem war er Psychologe. Es war eine spannende Kombination. Ich in den Anfängen mit meiner Kunst. Wir richteten Teile seiner Praxis ein. Vor einiger Zeit hielt ich sein Buch wieder einmal in den Händen. In der vergangenen Lebenszeit “entwickelte ich mich weiter”. Auswickeln, häuten – Schalen abwerfen. Der Gedanke immer wieder von meinen erhaltenen Impulsen, Inspirationen bzw. Lehrern zu berichten entstand. Möglicherweise hilft es anderen ebenso. Jeder darf und muss seinen Weg gehen. Manchmal ist der Weg steinig und beschwerlich. Nass und glitschig. Wie auch immer. Ich – Du. Wir haben ihn begangen und folgen ihm.

Sein Buch hatte den Titel ::  17 Lehrer / 17 Weisheiten

Ich folge gern der Weisheit mit Nr. 14 im Buch: Stelle Fragen!

(Die erkannte Folge daraus für mich: Die Antworten sind meist schon alle vorhanden, meist habe ich nicht die richtigen Fragen parat.)

Mir kam jetzt die Idee Beiträge mit der Überschrift Inspiration zu verfassen und ich nummeriere diese einfach durch. Dies ist Beitrag 001, mal sehen ob ich bei 999 ankomme! 😉

nach einer Arbeit

ein dunkler Park mit Casino erleuchtet durch den Vollmond

In der Dämmerung schlummerte die Idee für Neues. Eine E-mail brachte die Idee in die Gänge. Umgestaltung eines vorhandenen Raumes. Jetzt ist der Prozess abgeschlossen. Vom Anfang bis zum Ende war es etwas ein Jahr.

Menschen lassen sich ein auf etwas Neues. Ähnelt ein wenig einer Beziehung, einer Partnerschaft. Kennen lernen. Sich interessant finden. Neugierig sein. Und aufräumen mit Vergangenheit. Behutsames vorgehen. Abwägen. Skizzieren. Bemessen. Und viel Lachen. Wenn die Türe in die andere Richtung aufgeht, ist vielleicht der Kühlschrank nicht mehr zu bedienen.

Es ging um eine “neue” Küche. Der Raum und das Haus bleiben gleich. Der Inhalt wird anders gefüllt. Befüllen – Fülle. Die Balance finden und halten. Am Besten geht das mit immer währender Übung. Und so wurde es gemacht. Anfangen mit der linken Ecke und dann Schritt für Schritt die anderen Ecken erkunden und neu bestellen.

Erfordert für alle Beteiligten Muse. Nichts ist gleich fertig und es braucht Ruhe und Kraft. Manchmal ist der Alltag dadurch ebenso anders zu strukturieren. Die Beziehung wächst, gedeiht und ändert sich im Laufe des Werdens.

Bretter werden von Schraubzwingen gepreßt

(Artikel im Prozess – bald geht es weiter)

wieder Rauhnächte

„Jenseits des Verstandes existiert eine Welt,
eine Welt in der die Realität wie ein Eindringling wirkt.
Eine Welt in der unsere Träume schlummern …
Weckt sie wieder auf und erzählt Geschichten!
Öffnet die Schatzkammer Eurer Phantasie!“

Es ist wieder eine besondere Zeit, die der Rauhnächte,
in der die längste Nacht auf den kürzesten Tag trifft;
wo das Alte noch nicht vollständig gegangen und das Neue seinen Auftritt bereits ersehnt. Zeiten zwischen den Jahren, die Niemandszeit sozusagen,
in der das Überirdische mit dem Unterirdischen in Wettstreit tritt.
Sie ist meine Quelle für Sagen, Mythen und Legenden – Ursprung für die unheimlichen Geschöpfe der Bayerischen Rauhnacht: Druden, Hexen,
Frau Percht, die Luz, Waldschrate und Holzweiblein,
Diabolo höchstpersönlich, Gevatter Tod und natürlich
Göttervater Wotan mit seinen Dämonen der Wilden Jagd.

Ich freu´ mich auf diese Zeit und vielleicht sehen wir uns an irgendeiner Ecke und haben viel zu Lachen 🙂

 

Ehrentage

 

 

die Sache mit dem “Ehrentag :: Geburtstag”

Darum beginne ich mit einer Rose. Sinnbild für das Ehrenhafte.

Diese Tage saß ich am Meer. Himmel und Wasser schimmerte blau. Sanfte Wellen und gleichmäßiges Rauschen.

Blick auf das Meer
Wie im Bilderbuch und solche Märchengeschichten.
Normalerweise habe ich um diese Zeit ein anderes Wetter um mich herum.
Ich hatte Geburtstag. Der ist immer Anfang Dezember.
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