vom Umgang mit dem Smart-Phone

S M S

steht als Abkürzung für den Dienst zur Übertragung von Kurznachrichten, also Kurznachrichtendienst. Wahrscheinlich hast du lieber Leser selbst schon einige versendet. Ich würde mir wünschen, dass du selbst nicht solche Nachrichten verschickst.

Umgangssprachlich ist damit die Nachricht selbst gemeint. Ursprünglich ist dieser Dienst als Teil des Signalisierungskanals zum Rufaufbau – ein Nebenprodukt um Netzstörungen oder ähnliche Informationen zu senden, gedacht. Im Duden der deutschen Sprache ist die SMS weiblich. In der Schweiz und Österreich ist das Neutrum üblich.

Ich hatte diese Tage wieder selbst ein Erlebnis, was mich betraf. Eine Frau hatte mir geschrieben. Das hat mich an eine meiner Kurzgeschichten aus meinem Buch erinnert. Leider bin ich diesmal selbst der Betroffene. 🙁

eine gelbe Sonnenbrille auf dem Tisch

Und hier ist die Story aus dem Buch von vor langer Zeit:

Dienstag

Ich traf Linda sehr zufällig am Markt. Wir redeten über dieses und Jenes. Jenes hatte den Namen Sven. Ihr Mobiltelefon griffbereit in der linken Hand erzählte Sie mir von Ihrer SMS an Ihn. Simsen, seit den 90er Jahren eine umgangssprachliche Bezeichnung für das Versenden von Kurznachrichten mit einem Mobiltelefon. Durch die hohe Akzeptanz der SMS nehmen Sie einen zunehmenden Einfluss auf unsere sozialen Interaktionen. Linda schickte eine SMS an Sven.

Funktionalität

Wahrscheinlich hat Sie dabei die T9 – Funktion ihres Handy eingestellt. Entwickelt ist diese Funktion um eine angemessene, praktikable Schreibweise zu finden. Manche sagen zu dieser Art von Schreiben auch texten. Ob daher wohl der Begriff von zutexten kommt? Meine Tochter sagte mir neulich, dass Sie ihre Freundin zutextet. Verstehe ich damit, dass die Kinder dauernd mit Simsen beschäftigt sind oder reden die immer um den heißen Brei? Auf jeden Fall hat sich um mehr Inhalt auf die 160 Zeichen beschränkte Nachricht zu bekommen, eine eigene weitverbreitete Abkürzungskultur entwickelt. Ein Netzjargon mit einer ganzen Liste von Emoticons. Viele davon sind in den neuen Mobiltelefon bereits vorgespeichert.

senden

Linda sendet an Sven eine SMS. Eine ursprüngliche Störungsmeldung. Mit der linken Hand tippt Sie in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit, ähnlich bei ALDI an der Kasse ihre Message über T 9 an Sven. Unter Verwendung zahlreicher Emoticons, früher viel in meinen Asterix und Obelix Heften eingebaute Sprechblasen mit allerlei GRMS und UAHS verstärkt. Sie teilt im hierbei zu Beginn mit einem mundnachuntenhängenden Smily mit, dass jetzt bei Ihr mit Ihm Schluss mit Lustig sei. Will heißen, mit dem veränderten Störgeräuschsignal drückt Sie Ihm aus, ihre mittlererweile 10 Jahre dauernde Beziehung ist nun aus und vorbei.

Wie einfach es doch geworden ist, mit etwas linker Fingertastenfertigkeit ihren Weggefährten aus dem Weg zu Simsen. Sie habe nicht mal alle 160 Zeichen gebraucht, hat Sie mir gesagt. Müssen ziemlich starke Emoticons gewesen sein!

Dir ist einfach mal nach Kontakt für deinen Seelenaustausch? Guck mal hier! (klick)

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1 Gedanke zu „vom Umgang mit dem Smart-Phone“

  1. #SMS – Nein Danke
    Ich habe immer noch eine Festnettznummer und AB … ein geschenktes altes Handy für Notfälle und die Baustelle … SMS kann es mit einem begrenzten Zeichensatz nur notdürftig … Wozu haben Menschen Smartphones wenn sie nichts zu sagen haben und einen Mininotbildschirm mit eigebauter Kamera …

    Brauche ich eine sprechende Kamera ? – Nö

    Habe ich schonmal eine SMS gesendet ? – Nö

    Sich treffen und mit allen Sinnen kommunizieren oder Telefonieren ist schöner !

    LG
    All°

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