Mal was anderes – eine wässerige Sache

Einen See ablassen!

Ohne Quatsch, es ist keine erfundene Geschichte. Passiert diese Tage.

Nennen wir ihn einfach mal den Mühlhäuser See.

Er soll geputzt und gereinigt werden.

Außerdem ist eine Seite nicht mehr ganz dicht.

ein See mit blauem Himmel

Mengenangaben

Der See ist an einer Stelle 1200 Meter lang. An mancher Stelle 14 Meter tief. Die Breite ist etwa 370 Meter. Die Fläche wird mit 33 ha angegeben. Die Uferlänge misst ca. 6 Kilometer. Ein durchschnittliches Fußballfeld hat im Standard 0,7 ha. Auf den See passen somit ca. 47 Fußballfelder. Dieses Wasser erwärmt sich im Sommer ab und an auf 22 Grad Celcius. Im Winter auch schon mal zugefroren und ich bin darauf Schlittschuh gelaufen. Der See wurde künstlich angestaut und es dauert etwa ein Jahr bis zur gewünschten Isthöhe. Vorher – etwa vor 1000 Jahren soll dort an dieser Stelle ein Ort gelegen haben, den Mönche urbar machten.

Vorhandenes Land wurde geflutet. Eine Staumauer gebaut. Der See entstand. Damit verbunden sind andere Lebewesen eingezogen. Wasserwesen. Fische, Frösche, Libellen, Kröten und manch anderes mir unbekanntes Getier.

Enten schwimmen auf dem Wasser

Besiedelung

Alles hat seine Zeit und Dauer gehabt. Pflanzen siedelten sich an. Ja. Algen kamen irgendwann auch dazu.

Es erinnert mich im Kleinen an unseren Planeten. Viel Wasser gehalten auf einer Kugel. Und im Lauf der Zeit entstanden diverse Lebensformen. Ein Kommen und Gehen.

Planspiel:

Wir lassen jetzt einmal das Trinkwasser von unserem Planeten ab! Wir lagern das kurz auf dem Mond. Dort können wir es von dem Nitrat und Plastik befreien. Das platzieren wir anschließend auf der Rückseite vom Mond. Wir sehen es nun nicht mehr und die Serenade im Mondenschein bleibt weiterhin romantisch.

Handlung

Diese Aktion ist in etwa mit einer Dauer von drei Jahren errechnet. So lange dauert die Prozedur. Manche Menschen sind für diese Weile auf dem Mars. Dort soll es teilweise Wasser geben. Wir bringen dort jedoch nur ein Fünftel der Menschheit unter. Äh ja und ach so. Wir haben auch ein paar Außerirdische entdeckt. Die verzehren gern gegrillte Menschenbeine aus ihren Neutronenöfen. Vom Alter der gerösteten Laufbeine sind sie bei ihren Speisegelüsten zum Glück nicht sehr wählerisch. Ein Fünftel Todkranker, Altersschwache, Unheilbare und Lebensmüde haben sich freiwillig als Spende und zur Lösung der Probleme bereit erklärt. Sie wählten diesen Weg.

Damm in den Niederlanden

Die drei anderen Fünftel sind für diverse Vorschläge in Bearbeitung. Einige sind eh nicht sehr wohlhabend. Die mit den krummen Zähnen und grauen Haaren nicht besonders angesehen. Das ergibt eine weitere angenehme Reduktion von Masse um die man sich kümmern müsste. Irgendwie wird sich eine Restmenge ergeben. Was mit dieser machen?

Vorschläge

Also beim See macht man das einfach. Ein Teil wird abgefischt und dem Handel zum Verzehr angeboten. Gemunkelt wird, dass die Frösche nach Frankreich exportiert werden. Wegen Froschschenkel und so. Naja. Sind halt Franzosen. Die Grillen, Libellen und das Zeug hätte Platz in Afrika. Die haben ja dort Ahnung mit den Heuschrecken. Bekannt ist mir aus Mexiko, dass die dort geröstet und gesalzen verzehrt werden!

Durch den Transport des Wassers zum Mars sind in der Zwischenzeit auf der Erde die Flussbetten verdorrt. Was eine logische Konsequenz der Säuberung ist. Die Ufervegetation ist jetzt komplett weg. Die Sache mit den Sturzfluten wird sich teilweise etwas verschärfen. Dafür ist das Plastik aus meinem Kaffeewasser!

Was passiert in der Zeit mit den Milchkühen? Wegen meinem Kaffee frage ich. Den nehme ich meist mit Sahne.

Tiere in Stein gehauen

weitere Maßnahmen

Der See wird noch etwas ausgebaggert. Ein wenig tiefer. Der Schlamm kommt dann auf die Felder verteilt. Wahrscheinlich tauchen dabei ein paar gestohlene Fahrräder vom Grund des Sees wieder auf. Wo ist eigentlich Alois geblieben? Der wurde nach seinem Rundgang 1975 um den See als vermisst gemeldet. Und manche Autoreifen passen auch nicht mehr auf die Felgen moderner Fahrzeuge.

Für mich ist der See ein Sinnbild für den Umgang mit unserer Umwelt. Wir bewegen uns so, als könnten wir alles in die Reparatur geben. Irgendwelche Techniker haben dann schon eine Lösung für uns parat. Abpumpen, Absaugen. Erinnert an die Haushaltsgeräte. Irgendwann ist der Staubsaugerbeutel voll.


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